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ALA (Omega-3) – Pflanzlich in der Ernährung von Hunden und Katzen

Ein kurzer Leitfaden zur Bedeutung von ALA (Omega-3) – Pflanzlich in der Ernährung von Hunden und Katzen.

ALA (Omega-3) – Pflanzlich

Alpha-Linolensäure (ALA) ist eine pflanzliche Fettsäure aus der Omega-3-Familie. Bei Menschen und Pflanzenfressern dient sie als Basis für die Produktion der entzündungshemmenden Fettsäuren EPA und DHA. Bei Fleischfressern ist dieser Mechanismus jedoch unzureichend: Hunde wandeln ALA nur zu wenigen Prozent in EPA und praktisch gar nicht in DHA um; Katzen, als obligate Fleischfresser mit geringer Desaturase-Aktivität, wandeln sie überhaupt nicht um [1] [2] [3]. Für eine Katze ist Leinöl lediglich eine Quelle leerer Kalorien, und die Gabe bei einem Hund mit Allergien oder Gelenkentzündungen bringt keine Linderung.

Vorkommen: Leinöl, geschrotete Leinsamen, Chiasamen, Hanföl, Leindotteröl, Walnüsse. In einer ausgewogenen BARF-Ernährung wird bewusst auf Pflanzenöle zugunsten von Fischölen verzichtet.

Mangel: In der Hunde- und Katzenernährung spielt dies keine große Rolle, da die für sie essenziellen und voll funktionsfähigen Omega-3-Formen die tierischen Fettsäuren EPA und DHA sind (EPA + DHA (Langkettige Omega-3-Fettsäuren)). Der NRC (2006) gibt für einen ausgewachsenen Hund lediglich einen RA-Wert von 0,11 g / 1000 kcal ME an, für eine ausgewachsene Katze wird kein ALA-Bedarf festgelegt [1].

Überschuss: Nicht toxisch, aber das „erzwungene“ Hinzufügen von Pflanzenölen zum Futter führt meist zu einer Belastung der Bauchspeicheldrüse, Fettstühlen und Gewichtszunahme.

Leinöl ersetzt keinen Fisch

Burron et al. (2024) betonen, dass die Umwandlung von ALA in EPA und DHA beim Hund so gering ist, dass Pflanzenöle die Konzentration dieser Fettsäuren im Gewebe nicht auf einem Niveau halten können, das mit marinen Quellen vergleichbar wäre [4]. Direkte Studien an Hunden bestätigen das Ausbleiben der Wirkung von Leinöl im Vergleich zu marinen Quellen [5] [6]. Wenn der Rechner einen niedrigen ALA-Wert anzeigt, prüfen Sie zuerst EPA und DHA sowie das Omega-6:3-Verhältnis (Das Verhältnis von Linolsäure zu α-Linolensäure (LA:ALA), Omega-6 : Omega-3 Verhältnis) – wenn diese in Ordnung sind, kann ein niedriger ALA-Wert ignoriert werden. Bei einer Fischallergie ist Algenöl (fertiges DHA) die Lösung, nicht Leinöl.

Quellen

  1. National Research Council (2006). Nutrient Requirements of Dogs and Cats. National Academies Press. https://nap.nationalacademies.org/catalog/10668/nutrient-requirements-of-dogs-and-cats
  2. Bauer JE (2006). Metabolic basis for the essential nature of fatty acids and the unique dietary fatty acid requirements of cats. JAVMA. https://doi.org/10.2460/javma.229.11.1729
  3. Sinclair AJ, McLean JG, Monger EA (1979). Metabolism of linoleic acid in the cat. Lipids. https://doi.org/10.1007/BF02533508
  4. Burron S, et al. (2024). The balance of n-6 and n-3 fatty acids in canine, feline, and equine nutrition. Journal of Animal Science. https://doi.org/10.1093/jas/skae143
  5. Dominguez TE, Kaur K, Burri L (2021). Enhanced omega-3 index after long- versus short-chain omega-3 fatty acid supplementation in dogs. https://doi.org/10.1002/vms3.369
  6. Lindqvist H, et al. (2023). Comparison of fish, krill and flaxseed as omega-3 sources to increase the omega-3 index in dogs. https://doi.org/10.3390/vetsci10020162