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Arginin in der Ernährung von Hunden und Katzen

Ein kurzer Leitfaden zur Bedeutung von Arginin in der Ernährung von Hunden und Katzen.

Eine essenzielle (unbedingt notwendige) Aminosäure für Hunde und Katzen. Neben dem Aufbau von Proteinen dient sie als Substrat im Harnstoffzyklus der Leber. Die Verdauung großer Fleischmengen setzt giftiges Ammoniak frei; dank Arginin wird es in der Leber blitzschnell in sicheren Harnstoff umgewandelt und mit dem Urin ausgeschieden [1]. Dabei entsteht auch Ornithin, das in den Zyklus zurückkehrt und erneut verwendet wird. Arginin schützt die Zellen (auch die Nervenzellen) des Körpers vor einer Ammoniakvergiftung und verhindert, dass sich Ammoniak im Blut ansammelt.

Vorkommen: Praktisch jedes Protein tierischen Ursprungs (Fleisch, Fisch, Innereien, Eier) sowie Bindegewebe und Gelatine [3]. In einer fleischhaltigen Ernährung ist keine zusätzliche Supplementierung erforderlich.

Mangel: Starker Speichelfluss, Erbrechen, giftige Wirkung von Ammoniak auf das Gehirn – unsicherer Gang, Zittern, schwere neurologische Krampfanfälle und Tod [2]. In der Natur kommt ein Mangel praktisch nicht vor, da Fleisch sehr viel Arginin enthält.

Überschuss: Arginin ist ein natürlicher Bestandteil des Harnstoffzyklus in der Leber – der Körper eines gesunden Tieres kann seinen Überschuss problemlos verstoffwechseln und ausscheiden [1].

Quellen

  1. National Research Council (NRC) (2006). Nutrient Requirements of Dogs and Cats. National Academies Press. https://nap.nationalacademies.org/catalog/10668/nutrient-requirements-of-dogs-and-cats
  2. Morris JG, Rogers QR (1978). Ammonia intoxication in the near-adult cat as a result of a dietary deficiency of arginine. Science 199(4327):431-432. https://doi.org/10.1126/science.619464
  3. Li P, Wu G (2023). Amino acid nutrition and metabolism in domestic cats and dogs. J Anim Sci Biotechnol 14:19. https://doi.org/10.1186/s40104-022-00827-8