Dies ist ein analytischer (laborchemischer) Begriff. Er bezeichnet die Gesamtmenge der anorganischen, mineralischen Bestandteile (Calcium, Phosphor, Magnesium, Eisen usw.), die nach dem Verbrennen einer Lebensmittelprobe in einem Ofen bei 600 °C zurückbleiben (dabei verbrennen alle Proteine, Fette und Kohlenhydrate) [1]. Die Aschemenge in einem Lebensmittel hängt vom Mineralstoffgehalt ab; ein hoher Anteil an Knochenmehl kann sie beispielsweise erhöhen.
Vorkommen: Die wichtigsten Aschequellen in der Ernährung sind Knochen (Calcium, Phosphor, Magnesium) sowie Mineralstoffpräparate (z. B. aus Knochen- und Fischmehl oder Eierschalen) [2].
Mangel: Ein niedriger Aschegehalt bedeutet einfach einen niedrigen Mineralstoffgehalt in der Ernährung, was unter anderem zu einem allgemeinen Mangel an Calcium, Phosphor oder Magnesium führen kann [3].
Überschuss: Ein zu hoher Aschegehalt (häufig in minderwertigem Futter mit vielen gemahlenen, fleischlosen Knochen) erschwert die Verdauung und kann die Harnwege belasten, wodurch insbesondere bei Katzen die Entstehung von Harnsteinen begünstigt wird [1] [2]. Wenn die Nahrung einen zu hohen Aschegehalt mit einem Überschuss an einem bestimmten Mineralstoff aufweist, können Symptome eines Überschusses dieses Elements auftreten.
Quellen
- Merck Veterinary Manual. Nutritional Requirements of Small Animals. https://www.merckvetmanual.com/management-and-nutrition/nutrition-small-animals/nutritional-requirements-of-small-animals
- Hand MS, Thatcher CD, Remillard RL, Roudebush P, Novotny BJ (2010). Small Animal Clinical Nutrition, 5th Edition. https://www.markmorrisinstitute.org/sacn5.html
- National Research Council (2006). Nutrient Requirements of Dogs and Cats. National Academies Press. https://nap.nationalacademies.org/catalog/10668/nutrient-requirements-of-dogs-and-cats